Bilanz der letzten Jahre

Fünf Jahre sind seit der letzten Kammerwahl vergangen,
14 Jahre seit der ersten Wahl.

Stärkung unseres Berufs und der Psychotherapie in Politik und Öffentlichkeit


Unser Beruf, Psychologische Psychotherapeut/in und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in, ist immer noch ein junger akademischer Heilberuf. Die Kammer hat maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Arbeit inzwischen sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch bei den politisch verantwortlichen Akteuren hoch geschätzt wird.

Psychotherapie wird heute als unverzichtbarer Teil und zentrale Leistung in der Gesundheitsversorgung angesehen.

Verbesserung der Versorgung / Zuwachs an Praxissitzen und neuen Stellen


Es ist der Kammer zusammen mit den Berufsverbänden gelungen, für das Problem der zu langen Wartezeiten und fehlenden Behandlungskapazitäten wichtige Verbesserungen zu erreichen, z.B.:

  • 280 zusätzliche Praxissitze allein in Bayern durch die Änderung der Bedarfsplanung
  • Festschreibung der Quote von 20% für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • Möglichkeit der Teilung von Praxissitzen und hohe Anzahl halber Sitze
  • Bessere Regelungen für Job-Sharing
  • Zahlreiche Regelungen zum verpflichtenden Einbezug von Psychotherapie in die Behandlung psychisch und auch somatisch kranker Menschen
  • Diverse Modellprojekte für besondere Patientengruppen

Unterstützung von Aktivitäten zur Anhebung der Vergütung


Die Kammer hat sich sehr deutlich in Bezug auf die Ungerechtigkeiten in der Vergütung Niedergelassener und

Angestellter gegenüber Politik und Kostenträgern positioniert. In Bayern war dieser Missstand z.B. mehrfach Thema in Gesprächen mit Frau Gesundheitsministerin Melanie Huml. Die Kammer hat zusammen mit den Berufsverbänden die Vorlage für eine nötige Änderung des Sozialgesetzbuches in Bezug auf die Vergütung Niedergelassener vorbereitet und kämpft intensiv für die Verbesserung der tariflichen Eingruppierung.

Erstmalige Eingruppierung von PP/KJP im Tarifsystem TVöD


Vor dem Hintergrund dieser Kammeraktivitäten ist es gelungen, dass im letzten Jahr unsere Berufsgruppen PP und KJP

erstmalig im Tarifsystem TVöD überhaupt aufgenommen wurden und nicht nur die akademischen Grundberufe.

Unterstützung der Psychotherapie in der stationären Psychiatrie


In diversen Gremien und Zusammenhängen hat sich die Kammer dafür eingesetzt, dass Psychotherapie insbesondere in der

stationären Psychiatrie besser verankert wird. So konnte u.a. erreicht werden, dass mit dem neuen Gesetz zur Finanzierung der psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken für diesen Einbezug auch strukturell die Weichen gestellt wurden.

Einsatz für die Besetzung von Leitungsfunktonen


Es ist der Kammer ein großes Anliegen, dass Psychotherapeut/innen in Institutionen und insbesondere in Kliniken Leitungsfunktionen übernehmen können. So ist dies z.B. für Kliniken des Maßregelvollzugs auf unser Drängen in Bayern

gesetzlich entsprechend geregelt worden. Und die geplante Reform der Ausbildung wird hier ebenfalls einen wichtigen

Beitrag leisten.

Einsatz für verbesserte Versorgungsangebote für geflüchtete Menschen


Der Bedarf für eine angemessene auch psychotherapeutische Versorgung von geflüchteten Menschen ist enorm. Die Kammer

setzt sich auf allen Ebenen im Bund, in Bayern und in Europa intensiv für eine Verbesserung dieser Versorgung ein und hat bisher schon diverse Maßnahmen dazu angestoßen.

Einsatz für benachteiligte Patientengruppen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene)


Die Kammer setzt sich mit unterschiedlichen Maßnahmen in der Öffentlichkeit, gegenüber Entscheidern des Gesundheitswesens und kammerintern für Patientengruppen ein, die besonders schwer eine psychotherapeutische Behandlung erhalten können. Beispiele hierfür sind suchtkranke und schizophrene Menschen, Straftäter/innen, geistig behinderte Menschen, ältere Menschen, Menschen mit komplexem Leistungsbedarf, Hirngeschädigte u.a.m.

Erweiterung des Tätigkeitsspektrums für PP und KJP


Die Kammer arbeitet daran, dass das ursprünglich im Gesetz und den untergesetzlichen Regelungen sehr eng definierte Tätigkeitsspektrum entsprechend unserer breiten Ausbildung und vielfältigen Kompetenzen erweitert wird. Dazu zählen u.a. die Aufhebung der Einschränkung unserer Befugnisse, die neue Psychotherapie-Richtlinie und die geplante Reform des Psychotherapeutengesetzes.

Fortschritte bei der notwendigen Reform von Aus- und Weiterbildung


Die Reform von Aus- und Weiterbildung ist unverzichtbar, da die akademischen Zugangswege nach und nach immer unklarer und unsicherer werden und damit der gesamte Beruf in Gefahr ist. Außerdem ist insbesondere die finanzielle Situation der Ausbildungsteilnehmer/innen unzumutbar. Die Kammer arbeitet unter Einbezug aller relevanten Gruppen intensiv daran, dass die Reform über einen vernünftigen Gesetzentwurf einschließlich aller notwendigen Regelungen möglich gemacht wird. Es wurde erreicht, dass alle bedeutsamen Akteure sich bei der Erarbeitung von Modellen einbringen konnten und dass das BMG und die Landesministerien jetzt sehr intensiv an entsprechenden Vorlagen arbeiten.

Unterstützung von PP/KJP in Ausbildung


Die Kammer kämpft unermüdlich dafür, dass sich die Situation von Ausbildungsteilnehmer/innen, insbesondere im finanziellen Bereich, verbessert. Auch wenn der aktuelle Stand bei weitem nicht ausreicht, so werden doch inzwischen durchschnittlich deutlich höhere Vergütungen für die Psychiatriezeit gezahlt.

Einführung von Weiterbildung in Neuropsychologie, systemischer Therapie und Gesprächspsychotherapie


Die Kammer hat entsprechende Weiterbildungsgänge eingeführt und damit die strukturellen Voraussetzungen für diese Spezialisierungen deutlich verbessert.

Ausweitung der Angebote für Patient/innen zur Information und Beratung


Die Kammer hat sowohl das Beratungsangebot der Kammergeschäftsstelle für Patient/innen ausgeweitet als auch ein zusätzliches unabhängiges Beratungsangebot für Patient/innen in Psychotherapie eingeführt.

Organisation von Fortbildung und kollegialer Begegnung von PP und KJP


Die Kammer hat eine Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen zu fachlich und berufspolitisch relevanten Themen, Landespsychotherapeutentage und Angestelltentage durchgeführt.

Fachliche Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, politischen Anfragen etc.


Die Kammer verfasst laufend fachliche Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzesverfahren und Anfragen von Ministerien

u.a., die aufgrund des hohen Niveaus in der Regel sehr beachtet werden.

Mitwirkung in regionalen Gesundheitskonferenzen

 

Die Kammer hat unterstützend dabei mitgewirkt, dass in der

Mehrzahl der neu eingerichteten regionalen Gesundheitskonferenzen Psychotherapeut/innen mitwirken.

Mitwirkung an Eckpunkten für ein bayerisches PsychKHG

 

Die Kammer hat in unterschiedlichen Arbeitsgruppen an der Erstellung von Eckpunkten für ein neues bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz mitgewirkt. Es ist davon auszugehen, dass dieses Gesetz sowohl die Krisenversorgung als auch die Rechte der Patient/innen und die Kontrolle der Psychiatriepraxis stärken wird.

Erweiterter Service für Mitglieder


Der Kammer ist der Service für ihre Mitglieder sehr wichtig. Deshalb wurden insbesondere die Möglichkeiten zur Beratung und Information deutlich ausgeweitet (Persönliche Beratung, Mitgliederrundbriefe, Rundmails, neue Kammerhomepage u.a.)

Die Kammer setzt sich damit auf den unterschiedlichsten Feldern dafür ein, dass unser Beruf sich noch mehr im Gesundheitswesen etabliert und Anerkennung erfährt. Sie trägt letztlich dazu bei die beruflichen Möglichkeiten zu gestalten und auszuweiten und damit einen Beitrag dafür zu leisten, der ihren Mitgliedern eine berufliche Zukunft und Perspektive ermöglicht.

 

In dieser Aufzählung sind diverse Aufgaben, die von Kammer darüber hinaus erledigt werden, NOCH NICHT enthalten.

Hierzu zählt u.a. die Umsetzung der Berufsordnung und Berufsaufsicht, die Umsetzung der Fortbildungsrichtlinie, die

Vorbereitung des Heilberufeausweises, die Teilnahme an diversen Gremien, Veranstaltungen, die Unterstützung diverser weiterer Projekte (z.B. in Bezug auf Neue Medien).

 

Unterstützen Sie bitte unsere Arbeit und wählen Sie Wahlvorschlag 1

 

Psychotherapeuten-Bündnis,

Wahlvorschlag 1

für

Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten